Wotrubakirche

Wotruba-Kirche im Winter

152 riesige Betonquader, der kleinste 2 Tonnen, der größte 140 Tonnen schwer, scheinbar regellos, und doch äußerst eindrucksvoll aufeinandergetürmt, dazwischen Glaselemente, die Licht hinein, und Blicke hinaus lassen, auf einem Hügel über der Stadt Wien – das ist die Wotrubakirche, geweiht als Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit.

Aus einer tiefen Religiosität heraus, und um ein Zeichen in einer Krisenzeit zu setzen, wurde Margarethe Ottillinger (1919-1992) zur Initiatorin dieses Kirchenbaus. (Warum übrigens Margarethe Ottillinger als enge Mitarbeiterin eines österreichischen Ministers 1948 verhaftet wurde und  7 Jahre lang in einem sowjetischen Gefängnis verbringen musste, ist bis heute nicht geklärt.)

Auf ihre Initiative hin beauftragte ein Kuratorium 1965 Fritz Wotruba (1907-1975), einen der bedeutendsten Bildhauer Österreichs im 20. Jahrhundert , einen Entwurf für eine Kirche zu erstellen, zunächst für einen anderen Standort bestimmt, seit 1971 für den Georgenberg in Mauer am südwestlichen Stadtrand von Wien.

(Am Georgenberg erinnern bis heute vereinzelte Spuren an eine ehemalige, 1949 abgetragene Kaserne. In der Nähe der Kirche wurde 1997 ein Sterngarten zur Beobachtung der Himmelsgestirne angelegt.)

Die außergewöhnliche Architektur der Kirche nach den Ideen von Fritz Wotruba und den Plänen von Fritz Gerhard Mayr provozierte freilich auch viel Widerstand und Diskussion. Doch der  1976 der Heiligsten Dreifaltigkeit gewidmete Bau kann heute zweifellos als ein bedeutendes Kunstwerk und auch als ein besonders Wahrzeichen angesehen werden. Aus dem scheinbaren Chaos der klotzartigen Elemente ist ein beeindruckendes, harmonisches Ganzes entstanden, mit einem würdevollen Innenraum.

Der katholischen Gemeinde, die in der Wotrubakirche beheimatet und Teil der Pfarre Mauer ist, und ihrem langjährigen Rektor Dr. Franz Mikl eilt der Ruf einer sehr lebendigen Gemeinschaft voraus.

Der St. Georgs-Chor Wien freut sich sehr, dass in der Wotrubakirche sehr viele seiner Konzerte veranstaltet werden dürfen! Zudem war ein Raum der Wotrubakirche 38 Jahre lang das Probenlokal des Chores. (Proben seit Jänner 2016 in der Erlöserkirche, 1230 Wien, Endresstraße 57a.)

Weitere Kirchen-Fotos sind zu finden unter: Georgenberg – Fotogalerie

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